Physiotherapeuten bemängeln Vergütung

Der Verband Physikalische Therapie – Vereinigung für die physio­thera­peutischen Berufe (VPT) hat auf die prekäre Situation der Physiotherapeuten hingewiesen. Eine Analyse des Lehrstuhls für Finanzdienstleistungen und Finanzmanagement der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern mache deutlich, dass die Vergütungssätze der Krankenkassen dem Anspruch an eine angemessene Vergütung und damit den Erfordernissen aus Sicherstellungsauftrag und Fach­kräftesicherung keineswegs gerecht werden.

„Die betriebswirtschaftliche Untersuchung der TU Kaiserslautern zeigt, dass die derzeitige Vergütung physiotherapeutischer Leistungen erheblich unter dem notwendigen Wert liegt, um eine physiotherapeutische Praxis kostendeckend zu betreiben und den langfristigen Praxisfortbestand zu gewährleisten“, erklärte Erwin Hilgert, Vorsitzender der VPT Landesgruppe Rheinland-Pfalz-Saar.

Ende des vergangenen Jahres hatte die Hochschule Fresenius festgestellt, dass jeder zweite Therapeut daran denkt, aus dem Beruf auszusteigen. Grund sei die schlechte Bezahlung der Therapeuten. Zwar konnten die Verbände laut VPT bis 2019 Abschlüsse oberhalb der Grundlohnsumme erzielen. Dies sei aber allenfalls ein kleiner Ausgleich für die Deckelung der vergangenen Jahre.

Quelle:

© hil/sb/aerzteblatt.de

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